Der Schuldenberg soll zwar abnehmen, dennoch sehen wir Möglichkeiten für weitere Einsparungen in Höhe von 60.000 Euro, die jedoch von der SPD-Mehrheit abgeschmettert wurden. Dazu zählen:
1.Der Verzicht auf die Kapazitätserweiterung der Stromverteilerkästen für das Ortskernfest, Kostenpunkt 50.000 Euro. Wir können uns durchaus vorstellen, dass man gelungene Feste auch feiern kann, wenn man den Stromverbrauch an die Infrastruktur anpasst.
2. Die Umsetzung der Fertiggaragen von der alten Kläranlage auf den Bauhof verursachen Kosten von 3000 Euro. Warum nicht erst den Verkauf der Garagen prüfen? Darüber hinaus sollte im Vorfeld der Bebauung der alten Kläranlage die Verlagerung des Wertstoffhofes auf den Bauhof geklärt werden.
3. Anmietung der Wellblechhalle für die Lagerung des Streusalzes, Kosten 3000 Euro. Geplant war der neue Bauhof ausdrücklich um alle Erfordernisse abzudecken, deshalb für uns unverständlich.
4. Externe Vergabe von Stellenbeschreibungen/ Stellenbewertungen, Kosten 6.500 Euro. Wir sind der Meinung, dass sowohl durch die Gewerkschaft Verdi wie auch durch interkommunale Zusammenarbeit dieser Aufgabe Rechnung getragen werden kann.
Wir freuen uns, dass die Bürgermeisterin den Vorschlag von Frieder Kaufmann aufgegriffen hat, die Installation einer Gasheizung auf dem Friedhof Gundernhausen zu prüfen. Die Jahresbetriebskosten der jetzigen elektrischen Heizung belaufen sich auf stolze 4.392 Euro.
Unterschiedlich haben wir Grüne abgestimmt bei der Erhöhung der Hundesteuer, die einige von uns als sozialunverträglich gerade für Senioren mit geringen Renten betrachten.
Mehrheitlich haben wir gegen die Erhöhung der Kindergarten- und Kitagebühren gestimmt. Insbesondere hat uns die jährliche Erhöhung der Gebühren gemäß dem Verbrauchskostenindex verstimmt. Sparen auch auf dem Rücken derjenigen mit einem Einkommen knapp über Hartz IV halten wir nicht für gerechtfertigt.
Einrichtung einer Kommission zur Entwicklung Gewerbegebiet Ost einschließlich alte Kläranlage
Wir Grüne haben diesem Antrag zugestimmt, da wir mit dazu beitragen wollen, die Interessen der Einwohner und des Einzelhandels, aber auch die finanzielle Belastung der Gemeinde, die Verkehrsanbindung und den demografischen Wandel bei diesem Projekt in Betracht zu ziehen. Wir sollten nicht mehr fragen, was brauchen wir heute und morgen, sondern was brauchen wir in 5 bis 15 Jahren. Wie soll unsere Gemeinde in Zukunft aussehen? Wir Grüne legen deshalb sehr viel Wert darauf, die Bürger bei dieser Weichenstellung soweit wie möglich einzubeziehen, zum Beispiel mit regelmäßigen Informationsveranstaltungen.
Beate Fischer, Grüne Fraktion
Verwandte Artikel
Unser Wald ist mehr als Holz
In der Gemeindevertretung im Juni 26 sollte die Mitgliedschaft der Gemeinde in der neuen „Forstbetriebsgemeinschaft Wald- und Holzkontor“ beraten werden. Für uns war schnell klar: Eine Entscheidung über die Zukunft…
Weiterlesen »
Zwei GRÜNE im Gemeindevorstand: Jutta Quaiser und Rolf Klatta
Das Bild zeigt Rolf Klatta bei der Verabschiedung von Monika Kammer, die bisher mit Sabrina Anna Wack die GRÜNEN im Gemeindevorstand vertrat. Jetzt wurde auch Rolf Klatta als zweites neues…
Weiterlesen »
Echte Wiederverwertung statt Sondermüll: Kommt ein Sammelsystem für privates Fritten-Öl auch in Roßdorf?
Roßdorfs GRÜNE hatten eine Initiative gestartet, um die Sammlung von privaten Speiseölen- und Fetten in Roßdorf, Groß-Zimmern und Ober-Ramstadt zu ermöglichen. Für dieses Pilotprojekt gibt es erste Ergebnisse. Vorbild sind…
Weiterlesen »