Die Förderung von Photovoltaik-Anlagen auf privaten Dächern ist für die GRÜNEN ein Kernelement der Energiewende. Doch was tun, wenn nach 20 Jahren die Anlagen technologisch veraltet sind und durch leistungsfähigere ersetzt werden sollen?
In Roßdorf gibt es da einen cleveren Weg mit Mehrfachnutzen.
In der Scheune von Wolfgang Jakob in Roßdorf werden ausgediente aber noch funktionstüchtige Fotovoltaik-Anlagen gesammelt. Wenn genug für einen Container zusammengekommen ist, wird er von Jugendlichen und Auszubildenden des Werkhofs Darmstadt sowie Mitgliedern des Roßdörfer REGeV beladen, und geht anschließend nach Westafrika, Burkina Faso, wo Wolfgang Jakob vor langer Zeit als Entwicklungshelfer tätig war.
Zielort ist ein Berufsausbildungszentrum in Bobo Dioulasso, was seit vielen Jahren Stück für Stück aufgebaut wurde und inzwischen über 1000 Jugendliche in vielen verschiedenen Berufen ausbildet unter anderem Solarteure und Solarteurinnen.
Hier lernen die dortigen Auszubildenden, wie man die Anlagen aufbereitet, ggf. Fehler behebt und installiert. 20 Jahre alte Anlagen sind ja meistens nicht defekt, sondern können bei der Flächenleistung nur nicht mehr mit heutigen Anlagen mithalten. In Westafrika mit der dortigen intensiven Sonneneinstrahlung spielt das eine geringere Rolle. Nicht nur auf der Schule, auch auf privaten Dächern werden die alt / neuen Anlagen betrieben.
Unsere 24 Jahre alte Anlage aus Gundernhausen (Siehe Bild) versorgt jetzt das Berufsschulzentrum.
Sie hilft, dass das dreistöckige Gebäude energieautark ist. Sie erreicht hier zwar noch 80% der damaligen Nennleistung. Das ist aber zu wenig für eine optimale Solarnutzung in unseren Gefilden, trotzdem zu Schade zum Wegwerfen.
Dieses Werkhof-Projekt mit Wurzeln in Roßdorf hat auch einen hohen sozialen Wert, weil es Ausbildung mit Wertschätzung der Umweltenergie verbindet. Win-Win Situation nennt man das heute.
Wir wünschen uns, dass noch weitere Altanlagen, von denen es auch in Roßdorf einige gibt, ihren Weg zu einem neuen Leben zum Beispiel in Bobo Dioulasso finden und unterstützen diese lokale Lösung.
Für die GRÜNEN Frieder Kaufmann und Redaktion

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