Das Titelbild lässt gerade so eben die Scheinwerfer eines aus Ober-Ramstadt kommenden Autos erkennen. Es ist aus der Position am Lenkrad aufgenommen, in der man etwas sehen können sollte. Ich selbst habe einen solchen PKW zur Vollbremsung gebracht, weil er natürlich mit „nur“ 70 von oben runter kam und ich ihn nicht sehen konnte.
Die Anwohner beschweren sich seit langem zu Recht über die schlechte Sicht für alle Verkehrsteilnehmer. Die Antworten der überörtlichen Behörden und auch die Berichterstattung im Darmstädter Echo empfanden sie als unbefriedigend.
Die GRÜNEN haben jetzt durch Gründlichkeit das Rätsel gelöst: Mit einer ganz einfachen Frage. „Wer ist zuständig für die Beseitigung der schlechten Sicht an der Ausfahrt der Erlehe also in der Verkehrssicherungspflicht, oder auf Deutsch: Wer muss die hoch gewachsenen Gräser mähen, damit man was sieht?“
Anwohner sahen Hessen-Mobil in der Pflicht. In der Tat hatten diese ab und zu nicht nur „ihren“ einen Meter Randstreifen sondern auch bis zum Lärmschutzwall mit gemäht. Das war aber nur eine Freundlichkeit.
Wir GRÜNE sahen die „Vierte Animus“ als Grundstückseigentümer in der Pflicht. Aber ein Blick in den sogar digital verfügbaren Bebauungsplan brachte kein klares Bild. Also fragten wir beim Ordnungsamt der Gemeinde an, wem denn eigentlich das Grundstück zwischen Straßenrand (Zuständigkeit Hessen Mobil) und Lärmschutzwand (Zuständig Vierte Animus) gehört.
Das war die entscheidende Frage. Denn die Antwort der Gemeinde auf die Frage der GRÜNEN war kurz knapp und schnell:
Die Gemeinde ist zuständig. Ihr gehört das Gelände.
Der Leiter des Ordnungsamts hat unverzüglich den Bauhof beauftragt, die hoch gewachsenen Gräser in der Sichtlinie Richtung Ober-Ramstadt zu mähen.
Das Anliegen der Anwohner:innen war also vollständig berechtigt. Wir freuen uns, dass die Gemeinde sofort reagiert hat und in Zukunft die Verkehrssicherungspflicht übernimmt. Danke sehr.
Für die GRÜNEN: Frieder Kaufmann mit dem Redaktionsteam

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