Das Beitragsbild zeigt das Angebot eines möglichen Anbieters einer Lösungshilfe
Jeder weiß es, jeder spürt es: die Energiekosten gehen nahezu durch die Decke.
Auch in unserer Gemeinde sind die Kosten für Energie stark gestiegen. Im aktuellen Haushaltsplan konnten wir lesen, dass bei den Bezugskosten für Strom eine Verdoppelung und bei Gas sogar eine Verdreifachung erwartet wird. Dies bedeutet in Summe Mehrkosten von 563.200 EUR.
Wie können wir in Roßdorf auf diese Kostensteigerung reagieren? Oder gibt es dafür keine Lösung und wir müssen dies einfach nur hinnehmen?
Wir meinen dass vereinzelte Maßnahmen wie sie zum Energiesparen bisher umgesetzt wurden nicht weiterhelfen werden und verschenktes Potenzial sind. Wir brauchen ein kommunales Energiemanagementsystem, welches die Erfassung, Visualisierung, Analyse und das Controlling von Energieverbrauchsdaten ermöglicht.
Es dient somit als zentrales Steuerungselement für Energieeffizienzmaßnahmen, denn einzelne Maßnahmen werden dadurch transparent dokumentiert, bewertet und priorisiert.
Ein möglicher Anbieter ist Kom.EMS.
Dieses onlinebasierte Werkzeug besteht aus diesen Komponenten:
- Online Arbeitshilfe zur ersten Einschätzung der Ausgangssituation
- Online Arbeitshilfe für Aufbau sowie interne und externe Qualitätsprüfung
- Drei Qualitätsstufen (Basis, Standard, Premium)
- Leitfaden zum Aufbau eines EMS
- Online-Portal mit Arbeitshilfen
Um das Effizienzpotenzial unserer Liegenschaften voll auszuschöpfen, sollten wir in der Verwaltung methodisch vorgehen. Genau das wird durch solch ein Tool ermöglicht:
- 1. Übersicht und Prioritäten
- Objekt-, Verbrauchs- und Kostenübersicht erstellen
- Einsparungen ohne Investitionen
- Einführung des kommunalen Energiemanagements
- Bedarf kennen und optimieren
- Vorbereitung der Einsparungen durch Investitionen
- Grobanalyse aller Liegenschaften
- Feinanalyse ausgewählter Liegenschaften
- Emissionsminderungsstrategie und ggf. Sanierungsplan
- Einsparungen mit Investitionen
- Umsetzung investiver Maßnahmen
Quelle: https://www.komems.de/EnergyManagement/methodicalApproach/
Für das KOM.EMS braucht es nicht zwingend eine(n) Klimaschutzmanager(in). Eine hauptverantwortliche Person, die sich um die Liegenschaften kümmert und in die Planung geht, ein Energieteam gründet, eine Software zum Management kauft und das ganze federführend überwacht, ist ebenfalls eine Möglichkeit.
Aber von welchem Einsparpotenzial können wir ausgehen?
Auch durch nichtinvestive Maßnahmen können schon zwischen 10 und 30 % der Energiekosten eingespart [IR1] werden. Für Roßdorf/Gundernhausen entspricht das nur für Strom- und Gaskosten einem jährlichen Einsparpotenzial von 174.000 bis zu 326.000 Euro.
Der Deutsche Städtetag fasst die wichtigsten Punkte aus den Grundlagen des Energiemanagements wie folgt zusammen:
„Die Hauptaufgabe des kommunalen Energiemanagements wird in Zukunft darin liegen, die bestehenden und sich eröffnenden Möglichkeiten zur Energieeinsparung, zur Steigerung der Energieeffizienz und zum Einsatz erneuerbarer Energien in kommunalen Gebäuden vollständig auszuschöpfen.
Damit können Kommunen für Bürger und Wirtschaft eine wichtige Vorbildfunktion ausüben.“
Das ist aus Sicht der Grünen eine richtige Antwort auf die gestiegenen Energiekosten und ein wichtiger Bestandteil unabhängiger und selbstbestimmter Energieversorgung, die wir uns für unsere Gemeinde wünschen.
Wir bleiben hartnäckig bei diesem Thema.
Für die GRÜNEN: Daniela Dalpke mit der Redaktion
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