Wie wir bereits im letzten RAZ kurz berichteten, fand am Mittwoch, dem 28.4. die erste von drei geplanten aktiven Mittagspausen statt. Diese digitale Veranstaltungsreihe wurde von einer Kooperation zwischen dem Landkreis Darmstadt-Dieburg und der Initiative Bürgerdialog Stromnetz ins Leben gerufen. In allen Veranstaltungen geht es darum, die Energiewende vor Ort voranzubringen.
Gedacht sind die Veranstaltungen für Unternehmen, denn wenn diese es schaffen, ihre Energieeffizienz zu steigern und ihren Energieverbrauch zu senken profitiert davon nicht nur das Unternehmen, sondern auch das Klima. Insbesondere mit Blick auf die steigende CO2 Bepreisung wird schnell klar: wer weniger Ressourcen verbraucht und weniger Emissionen ausstößt, kann sich einen Kostenvorteil verschaffen.
In dieser ersten Veranstaltung ging es darum, was Unternehmen, aber auch ihre Mitarbeiter sowie jeder einzelne von uns dazu beitragen kann, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen.
In einem Fachvortrag von Johanna Speith (Bürgerdialog Stromnetz) ging es um den Ausbau der erneuerbaren Energien bzw. der Stromnetze. Aktuell importiert Hessen viel Strom aus umliegenden Bundesländern. Auch Deutschlandweit gesehen reichen die Stromnetze noch nicht aus, um das für 2030 anvisierte Ziel, die erneuerbare Energien auf 65% auszubauen, zu realisieren. Da Strom nicht immer dort produziert wird, wo er gebraucht wird ist ein Ausbau der Stromnetze unabdingbar (Bsp. Windenergie im Norden, Verbrauch im Süden).
Ein weiterer angesprochener Aspekt war die Stabilität des Stromnetzes. Durch den steigenden Anteil der Erneuerbaren entstehen zusätzliche Kosten (u.a. mehr Prognosekosten, An/Abschalten der Stromerzeugungsanlagen). Wegen dieser Stabilisierungsmaßnahmen, aber auch wegen des Emissionshandels (CO2 Preise) steigt der Strompreis. Das hat auch Auswirkungen auf den internationalen Wettbewerb und kann zu Abwanderung von Unternehmen ins Ausland führen.
Was können Unternehmen machen? Sie können sich am Stromnetzausbau beteiligen, damit die Infrastruktur bereit steht. Sie können sich an der Stromerzeugung beteiligen. Sie können Effizienzmaßnahmen ergreifen. Um den letzten Punkt wird es in der zweiten Mittagspause am 12. Mai 2021 gehen.
Zur Beteiligung an der Stromerzeugung ging es in einem Fachvortrag von Micha Jost (Energiegenossenschaft Starkenburg). Ähnlich wie der REG.eV in Roßdorf, der einen großen Beitrag leistet, die Energiewende in Roßdorf umzusetzen, engagiert sich die Energiegenossenschaft in der Region Starkenburg, „damit Klimaschutz zum Volkssport wird“. Sie haben schon viele PV-Projekte umgesetzt und bieten Unternehmen Unterstützung bei der Durchführung eines Mitarbeiter-Partipationprojekts. Gründe für ein solches gibt es viele: Es macht gute Stimmung in der Firma, ein solches Projekt zu starten, auch um Mitarbeiter zu halten. Imagepflege, einen Beitrag zur Energiewende zu leisten und vor allem der günstige PV-Eigenstrom sind weitere Proargumente. Und auch in die Zukunft sollte man denken: Können Mitarbeiter (Solar-)Strom für ihre E-Autos tanken? Da der Bau einer PV-Anlage komplex ist, unterstützt hier die Genossenschaft, damit sich das Unternehmen auf sein Kerngeschäft konzentrieren kann.
Last but not least wurde auch das Klimasparbuch (ladadi.de/klimasparbuch) sowie die Klimahelden App (klimahelden-darmstadt-dieburg.de) vom Landkreis DaDi angesprochen. In dem Buch bzw. der App werden viele Ideen für jeden von uns gegeben, die wir in unseren Alltag integrieren können. In der App kam der Tagestipp auch schon mehrfach aus Roßdorf (zB. der Blühsamenautomat in der Darmstadter Straße & Clean Up Roßdorf/Gundernhausen).
In diesem Sinne, werdet Klimaheldet im Alltag und unterstützt eure Unternehmen als Mitarbeiter, um unseren Landkreis klimaneutral zu bekommen!
Für die Grünen: Katrin Rose mit dem Redaktionsteam

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