Kluge Investoren kennen die Nachfrage nach Wohnraum, vor allem im expandierenden Rhein-Main-Gebiet. Sie suchen gezielt vermarktungsfähige Objekte. Und dann fragen sie nach. Wo gibt es Grundstücke, die sich neu aufteilen und gut vermarkten lassen. Ganz oft sind da der Bebauungspläne im Weg, und noch öfter die Stellplatzsatzung, z.B in der Gemeinde Rossdorf.
Deshalb steht eine Grüne Anfrage auf der Tagesordnung der Gemeindevertretung:
Wie viele Investoren wünschen eine maximale Nutzung konkreter Baugrundstücke? Wo wird eine Abweichung von Bebauungsplänen oder Stellplatzsatzung gewünscht oder ein Vorhaben-Bezogenen-Bebauungsplan erwünscht? Und wenn ja wo?
Welche Welle rollt da wirklich auf uns zu? Das wollen wir wissen.
Natürlich wissen wir, eine Momentaufnahme ersetzt keine Planung. Anwohner in deren Nähe „Klötze“ entstehen, fragen zu Recht nach dem Gesamtkonzept der Gemeinde. Das gibt es bisher nicht. Die Gemeinde hangelt sich nicht nur aus Sicht der Anwohner von einem Projekt zum anderen.
Die Grünen denken deshalb weiter. In einem Antrag an die Gemeindevertretung fordern wir eine echte Bauleitplanung in der Art eines Stadtentwicklungskonzepts.
Dazu gehören nicht nur Kennzahlen für das Bauen (Gebäudehöhe, Wohneinheiten, Ausnutzung des Grundstücks usw.) sondern auch Fragen zur Infrastruktur. Was ist mit Verkehr, Einkaufen, Begegnen, Nahversorgung und Wirtschaft, sozialen Einrichtungen plus Freizeit und Kultur, etc. Die Grünen denken an die nächsten 30 bis 50 Jahre. Bauleitplanung muss so lange denken.
So ein städtebauliches Konzept sollten studierte Städteplaner machen, Die Wünsche und Ideen der Bevölkerung müssen aber in diesem Prozess unbedingt eingebracht werden können. Aber ein Konzept können nur Fachplaner vorschlagen. Das ist die Kernidee der Grünen Vorschläge für die Ortsentwicklung in Roßdorf und Gundernhausen.
Das letzte Wort hat immer das Gemeindeparlament. Wir hoffen, dass die Gemeindevertretung am 12.4.2019 den Grünen Visionen folgt.
Für die Grünen: Frieder Kaufmann 31.3.2019

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