Radfahrerschutz: Problem erkannt – aber wer zahlt und wer macht was?

Die Grünen thematisieren seit Jahren immer wieder die gefährliche Situation für Radfahrer, die nachts von Roßdorf nach Gundernhausen auf dem Radweg parallel der Landesstraße unterwegs sind.

Die Autoscheinwerfer werden immer stärker, aber der Radweg liegt an einigen Stellen weiterhin etwa zwei Meter unter dem Straßenniveau. Kommt einem als Radfahrer nachts ein Auto entgegen, wird man geblendet, sieht nichts, erkennt keine Fußgänger und fährt im Blindflug. Mit einer entsprechenden Anfrage wollte die grüne Fraktion im September 2016 wissen, ob die von uns unterbreiteten Änderungsvorschläge funktionieren könnten. Ende Juni 2017 bekamen wir die Antwort.

Vorschlag 1: Die Idee, den Radweg anzuheben, stößt auf große Probleme mit der Landwirtschaft wegen der Bewirtschaftung angrenzender Felder. Die beiden anderen Vorschläge sind (theoretisch) leichter umsetzbar.

Vorschlag 2: Eine Beleuchtung müsste die Gemeinde Roßdorf allein bezahlen. Nun ja, im Baugebiet Gundernhausen Weißmühle ist der Weg bereits beleuchtet, das geplante Neubaugebiet Roßdorf Ost geht bis zur B 38, da bleiben noch etwa 500 Meter die es zu überbrücken gilt. Wer will, der kann auch diese – immer wichtiger werdende – innerörtliche Verbindung beleuchten. Der Fußgänger- und Radfahrverkehr zwischen Gundernhausen und Roßdorf wird nach der Erschließung des Baugebiets Roßdorf Ost sicher weiter zunehmen. Nicht nur aufgrund der neuen Einkaufsmöglichkeiten, sondern auch, weil viele Menschen (wieder) auf das Fahrrad umsteigen. Dass zwischen Roßdorf und Gundernhausen ein 500 Meter langes „dunkles Loch“ liegt, sollte 40 Jahre nach der Gebietsreform kein Thema mehr sein. Es gibt viele Menschen, für die es ganz normal ist, den kurzen Weg zu Fuß zu gehen oder mit dem Rad zu fahren. Dann wäre es gut, wenn Radfahrer und Fußgänger alles deutlich sehen. Heutzutage gibt es intelligente LED-Lampen, die sich nur einschalten, wenn jemand unterwegs ist. Darmstadt plant so was für den langen Radweg entlang der B 26 nach Roßdorf. Kann Roßdorf das nicht auch für die kurze innerörtliche Verbindung nach Gundernhausen umsetzen?

Vorschlag 3: Die einfachste technische Lösung für den Radfahrerschutz wäre eine Leitplanke, wie sie heute schon an den Wegweisschildern steht. Diese hilft sehr viel. Auch das müsste die Gemeinde alleine bezahlen, denn Landeszuschüsse sind momentan nicht zu erwarten. Experten haben uns vorgerechnet, dass eine Doppelleitplanke, wie sie für Motorradfahrerschutz vorgesehen und absolut blickdicht ist, 60,- € pro Meter kosten würde. Somit sprechen wir über eine Investition von etwa 30.000,- €. Aber das Problem wäre damit für immer gelöst. Auch die halb so hohen (einfachen) Leitplanken würden helfen, und wären sicher noch günstiger. Die Gemeinde teilte uns mit, dass sie selbstverständlich nach Fördermöglichkeiten sucht.

Wir werden an diesem Thema dran bleiben, das Problem ist lösbar – aber eben nur seitens und mit der Gemeinde Roßdorf.

Für die Grüne Fraktion: Stefan Eichelhardt


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