Wer die Homepage www.gruene-rossdorf öffnet und nach „Atomkraft“ sucht findet dort elf Berichte über Aktivitäten der Roßdörfer GRÜNEN, allein sieben davon zu Biblis, der älteste stammt aus 1999. Das ist auch logisch, denn das bisherige Atomkraftwerk liegt 25 Kilometer westlich von Roßdorf, also in der Hauptwindrichtung und wurde von der Roßdörfer Bevölkerung sehr kritisch gesehen Mit dem Kraftwerk ist jetzt endgültig Schluss.
Am 30.03.2017 wurde von der GRÜNEN Ministerin Priska Hinz als Atomaufsichtsbehörde die Stillegungs– und Abbrucherlaubnis für das Atomkraftwerk Biblis erteilt.
(Das Titelbild zeigt eine Demo in Biblis 2010 mit Beteiligung von Roßdörfer Grünen)
„Heute ist ein großer Tag für alle, die seit Jahrzehnten für den Ausstieg aus der hochriskanten Atomenergie streiten: Der Abriss des Atomkraftwerks Biblis kann beginnen und ist ein Sieg der Vernunft“ kommentierten die Landtags-Grünen die Abbruchgenehmigung für das Kraftwerk.
Das Atomzeitalter in Hessen ist vorbei. Damit ist ein Ziel erreicht, für das wir GRÜNE lange gekämpft haben und das vor 37 Jahren ein zentraler Anlass für die Gründung unserer Partei war. Leider bedurfte es erst der Katastrophe von Fukushima, bis es zu einem Umdenken kam.
Die Roßdörfer Grünen haben auch vorher schon immer wieder auf die vielen Pannen bei der Reaktorsicherheit im Reaktor in unserer Nachbarschaft hingewiesen. Dazu kommt der immer erdbebengefährrdete Rheingraben. Für diese Hinweise hörten wir auch schon mal den Vorwurf „Angstmache“. Das war vor Fukushima.
Biblis A war der bundesweit erste Block eines Atomkraftwerks, der nach der Stilllegung durch das Moratorium 2011 kernbrennstofffrei war. Gerade weil die Produktion von Strom aus Atomkraft eine so lebensgefährliche Technik ist, lässt sich auch ihr Ende nicht von heute auf morgen bewerkstelligen. Die Kosten des unkalkulierbar teuren Rückbaus hat selbstverständlich RWE zu tragen Wer so lange richtig gut an der Atomkraft verdient hat, muss auch dafür sorgen, dass die strahlenden Ruinen dieser Technik aus dem vergangenen Jahrhundert beseitigt werden
Auf Bundesebene wurde unter GRÜNER Beteiligung eine Regelung für die Kosten des Atomausstiegs und der Endlagerung getroffen: Den Rückbau der Kraftwerke und den Transport des Atommülls zahlen die Konzerne weiterhin allein, für die Endlagerung müssen sie zusätzlich zu ihren Rückstellungen für die Endlagerung einen Risikoaufschlag von 35 Prozent in einen öffentlich-rechtlichen Fonds einzahlen. Damit ist gesichert, dass die Rückstellungen der Atomkonzerne auch dann nicht verloren gehen, wenn die Firmen wirtschaftliche Probleme geltend machen.
Für die Grünen: Frieder Kaufmann

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