Viele konstruktive Vorschläge der Grünen

 

Die kürzlich erfolgte Absage von Hessen-Mobil für eine direkte Zufahrt von der B38 zum neuen Gewerbe-Mischgebiet wirkt sich doppelt negativ aus. Einerseits verschlechtert diese Entscheidung den Wert des neuen Baugebiets erheblich, andererseits wird der Verkehr durch die nun verbleibende eine Einfahrt deutlich zunehmen. Auf Höhe der Ampel zum Behindertenzentrum (BHZ) ist ein Kreisel geplant, über den die einzige Zufahrt zu Gewerbe, Geschäften und Wohngebiet(en) führen soll. Ein großer „Edeka“, ein Discounter und ein Drogeriemarkt werden viel zusätzlichen Verkehr anziehen und zwar aus beiden Fahrtrichtungen.

Der Verkehrsfluss wird sich auch zu Ungunsten des Roßdörfer Ortskerns verlagern. Bereits jetzt ist die Ampel am Rathaus für Linksabbieger in Richtung Ober-Ramstadt zu Stoßzeiten überlastet, das Verkehrsaufkommen in der Dieburger- sowie Wilhelm-Leuschner-Straße an der Kapazitätsgrenze. Ob das angekündigte Verkehrsgutachten das Rätsel lösen wird? Die Grünen werden bei der Beratung der Verkehrserschließung jedenfalls ganz konkrete und leicht umsetzbare Vorschläge machen.

Für die Nutzung des Gewerbegebiets an der B38 haben wir nach der Absage durch Hessen-Mobil einen völlig neuen Vorschlag gemacht, der bei der nächsten Parlamentssitzung am 17.02.2017 beraten wird. Wir beantragen, einige Gewerbeflächen aus dem Gebiet an der B38 in das geplante Wohn- und Mischgebiet „Hinter der Goldkaute“ zu verlagern, dort ist die Verkehrsanbindung für Last- und Lieferverkehr besser und belastet nicht zusätzlich den Ortskern. Im Gegenzug könnte die dort angedachte Geschoßwohnungsbebauung ins Baugebiet an der B38 – näher zum Zentrum – verlagert werden. Die Grünen schlagen somit einen Nutzungstausch vor.

Einen positiven Nebeneffekt ergäbe sich so auch gleichzeitig: Der benötigte Geschoßwohnungsbau wird auf diese Weise attraktiver. 15 Wohnbaugesellschaften aus der Umgebung drücken sich bisher vor der Aufgabe, wieder bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Als Gegenmaßnahme will der Landkreis jetzt eine eigene Gesellschaft gründen, die das Wohnbauproblem gemeinsam mit den 23 Kommunen im Landkreis anpackt. Das ist eine gute Idee, funktioniert aber nur, wenn es dafür günstiges Gelände gibt (was hier der Fall wäre) und eine Vermarktung gelingt. Das wäre im B38-Gebiet viel besser zu erreichen als in dem etwas abgelegenen Plangebiet „Hinter der Goldkaute“. Dieser Antrag ist somit auch ein konstruktiver Vorschlag für die Realisierung von Geschoßwohnungsbau an geeigneter Stelle – aus unserer Sicht eine Win-Win-Situation.

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Für die Grüne Fraktion: Stefan Eichelhardt

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