Roßdörfer Unternehmen, die mit LKW örtliche Ziele in Roßdorf bedienen, haben trotz LKW-Verbot freie Fahrt in ganz Roßdorf, wenn sie sich bei der Gemeinde registrieren lassen. Das ist auch gut so für die Roßdörfer Unternehmen.
Wer allerdings Ziele z.B. in Ober-Ramstadt oder Griesheim bedienen will, darf mit LKW über 3,5 Tonnen die Leuschnerstraße nicht mehr benutzen Das ist nur konsequent, und eine Folge des Darmstädter LKW-Durchfahrtsverbots. LKW Ausweichverkehr soll unterbunden werden. Das freut uns.
Für die Belieferung von Kunden westlich von Roßdorf ist deshalb ein Umweg in Kauf zu nehmen. Der Umweg ist allerdings sehr bescheiden. Es sind nicht die immer wieder angeführten 42 Kilometer einfache Fahrt, sondern gerade mal 12 km (Quelle Google Maps).
Erlaubt ist für diese örtlichen Unternehmen die Ortsdurchfahrt auf der Darmstädter und Dieburger Straße Richtung Gundernhausen, allerdings müssen sie dann ab der Ampelkreuzung B26/B38 den großen Bogen auf der neuen B38 an Reinheim und Ober-Ramstadt vorbei in Richtung Lohberg-Tunnel machen. 12 Kilometer Umweg zur Entlastung der extrem engen Leuschnerstraße in Roßdorf- das ist einem Roßdörfer Unternehmer doch zumutbar, wenn er Kunden außerhalb Roßdorfs im Westkreis beliefern will!
Für jeden Menschen ist ein LKW-Verkehr in Roßdorfs Ortsdurchfahrt ein Alptraum, der jetzt endlich ein Ende hat.
Wir haben das LKW-Verbot in Roßdorf immer unter dem Gesichtspunkt „Sicherheit und Lebensqualität für Fußgänger, Kinder und Anwohner“ gesehen. Gut, dass das jetzt gesetzlich (Schilder) geregelt und praktisch (Blitzgerät in der Leuschnerstraße kommt hoffentlich bald) umgesetzt wird.
Das LKW-Durchfahrtsverbot, das sich vor allem gegen internationale Speditionen richtete, zeigt heute schon große Wirkung. Die Menschen atmen auf. Wir bekommen nur positive Rückmeldungen. Natürlich gibt es immer noch einige Fahrer die ihrem Navy und der (falschen) Hoffnung auf Straffreiheit in Europa vertrauen und unbeirrt durch Roßdorf (und Gundernhausen) brummen.

Ein LKW aus Weißrussland am 16.2.16. Das macht 75€.
Durch Blitzgeräte (Roßdorf) und Kontrollen (hoffentlich auch in Gundernhausen) kann dieser wirklich unnötige Verkehr auf die dafür vorgesehenen Umgehungsstrecken geleitet werden.
Auch beim örtlichen LKW-Gewerbe sind die Nachteile (erträgliche Umwege) geringer als der Nutzen für die Bevölkerung durch den Gewinn an Lebensqualität im Ortskern.
Für die Grünen: Frieder Kaufmann

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