Anregungen zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements in Roßdorf/Gundernhausen Ergebnisse der Bürgerbefragung, Teil 4

Im letzten Beitrag zur Bürgerbefragung berichteten wir über die Ausübung ehrenamtlicher Funktionen und Aufgaben in unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen im Gemeindegebiet. Dabei gaben gut zwei Drittel der 151 Befragten an, dass sie sich vorstellen können sich ggf. (noch) stärker ehrenamtlich zu engagieren.

Gefragt danach, welche Möglichkeiten sie zur Unterstützung ehrenamtlicher Tätigkeiten seitens der Gemeinde sehen, nannten 9% der Befragten, dass „alles so passt wie es ist“, während der Großteil eine bis drei Unterstützungsmöglichkeiten auswählte.

Unter den Nennungen der 128 Personen, die Verbesserungsmöglichkeiten seitens der Gemeinde (s. Abbildung) sehen, finden sich insbesondere drei Aspekte: 1) Die Herstellung von Kontakten / Organisation von Vernetzungsmöglichkeiten, 2) eine zentrale Koordinationsstelle und 3) eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit

 Unterstützungsmöglichkeiten für ehrenamtliche Tätigkeiten seitens der Gemeinde
(Mehrfachnennungen möglich; nur Befragte mit Äußerung von Vorschlägen; n = 128)
Diese Rangfolge bleibt stabil, wenn man auf Personen eingrenzt, die sich eine (weitere) ehrenamtliche Tätigkeit vielleicht vorstellen könnten. Diese Gruppe schlägt aber besonders häufig weitere Unterstützungsmöglichkeiten vor. Genannt wurden:

  • Bürokratieabbau und Experimentierräume („Spielwiesen ohne Regularien“)
  • eine bessere und frühzeitigere Organisation von Veranstaltungen
  • eine „wirkliche“ Einbindung der Ehrenamtlichen (z.B. bei der Riedsbachaue)
  • die Nutzung einer Liegenschaft in der Ortsmitte als sozialpolitischen Treffpunkt und unterschiedlichen Nutzungsarten (für Vereine, Kultur, als Bistrocafé)
  • eine gute Kommunikation über benötigte Unterstützung über verschiedene Kanäle
  • die Einführung einer Ehrenamtskarte mit Vergünstigungen

Auch wenn diese Ergebnisse (wie alle Ergebnisse unserer Bürgerbefragung) nicht statistisch repräsentativ für ganz Roßdorf sein können, zeigen sie dennoch Möglichkeiten auf wie das bürgerschaftliche Ehrenamt in unserer Gemeinde gestärkt werden könnte.

Für die GRÜNE Redaktion Ina Renz

 

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