Lange wurde es befürchtet, aber jetzt bestätigt: Der Schweizer MIGROS Konzern trennt sich von der deutschen TEGUT-Kette. Wie wirkt sich das auf den TEO-Markt in Gundernhausen aus?
Es ist gar nicht so lange her, dass die Zukunft des von TEGUT hier aufgestellten TEO am seidenen Faden hing. Erst eine ortsübergreifende Initiative von Gemeinden sorgte für eine Änderung des Hessischen Ladenschlussgesetzes.
Auch die Gemeindevertretung Roßdorf hatte sich durch eine erfolgreiche Initiative der GRÜNEN Fraktion beteiligt.
Für kleine Märkte ist jetzt auch Sonntagsöffnung ohne ständig anwesendes Personal erlaubt.
Jetzt verkauft MIGROS die TEGUT-Kette.
Deshalb wollten wir mit dem Betreiber des TEO in Gundernhausen über die Zukunft des Selbstbedienungsmarktes reden. Ein Schild mit dem Namen suchten wir aber vergebens.
Aber eine Antwort zeigte uns der Lieferschein eines Warenlieferers, den wir zufällig bei der Anlieferung von Nachschub trafen. Er bestätigt das was man im Internet zum Thema findet.
Besitzerin des TEO ist „Smart Retail Solutions, Fulda“, eine 100% Tochter von Migros. Der TEO gehört damit unmittelbar zum Schweizer Konzern und nicht mehr zu TEGUT. Die Ware kommt von EDEKA-FOODSERVICE, Köln. Lieferadresse ist „Smart Retail Solutions, Teo Hauptstraße 24 Roßdorf“
Dadurch ist der TEO zumindest nicht direkt vom TEGUT-Verkauf betroffen.
Durch die Handelsmacht der großen Einkaufsmärkte und ihr immer größeres BIO-Sortiment waren die eher kleinen Märkte von TEGUT für den MIGROS Konzern nicht mehr profitabel genug.
Anders sieht es bei den ohne ständig anwesendes Personal arbeitenden Kleinmärkten aus, die rund um die Uhr geöffnet haben. „Unser“ TEO ist einer von 700 in Deutschland. Das Konzept ist zukunftsfähig, weil es eine Lücke füllt und geringe Personalkosten hat.
In Deutschland gibt es immer mehr 24-Stunden-Supermärkte. Das geht aus einer Untersuchung der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) hervor. Demnach sind seit 2019 bundesweit mehr als 700 sogenannte Smart Stores eröffnet worden – Tendenz steigend. Das sind kleine Geschäfte, die ohne Personal arbeiten, also „unbemannt“ sind, 24 Stunden und sieben Tage die Woche geöffnet haben und in denen bargeldlos gezahlt wird. (Quelle: 8.8.2025, MDR)
Zur Erinnerung: alle Lebensmittelmärkte hatten sich aus Gundernhausen zurückgezogen. Mit der Rund-um-die-Uhr-Öffnung ohne ständig anwesendes Personal wurde auch neue Kundschaft erreicht und eine Versorgungslücke geschlossen.
Das weiß sicher auch der MIGROS Konzern. Wir hoffen, dass es dabei bleibt.
Für die GRÜNE Redaktion Frieder Kaufmann

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