Letzte Woche haben wir über die verschiedenen Stufen der Akteursbeteiligung berichtet. Aktuell ist die Kommunale Wärmeplanung für Roßdorf/Gundernhausen angelaufen.
Für eine erfolgreiche Wärmeplanung kann die frühzeitige Einbindung der lokalen Akteure viele Vorteile bringen, wenn das Fachwissen vor Ort genutzt wird, verschiedene Perspektiven berücksichtigt und Kompetenzen gebündelt werden.
In der letzten Sitzung des UKBV fand die erste öffentliche Information der Ausschussmitglieder und interessierten Öffentlichkeit zu diesem Thema durch unseren Klimaschutzmanager und das beauftragte Planungsbüro statt.
Was haben wir erfahren?
Das beauftragte Planungsbüro Infrastruktur und Umwelt kann Synergien aus der parallelen Erarbeitung des Klimaschutz- und -anpassungskonzepts für den Landkreis nutzen und ist daher besonders geeignet.
Der Wärmeplan soll insbesondere für private Hausbesitzer einen Orientierungs- und Handlungsrahmen zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung bieten. Er wird vom Parlament beschlossen, die Inhalte haben aber lediglich informativen Charakter. Es entstehen also keine einklagbaren Rechte oder Pflichten.
Die groben Arbeitsschritte bestehen aus Bestandsanalyse, Potenzialanalyse, Erarbeitung eines Zielszenarios und Umsetzungsstrategie.
Momentan ist die Bestandsanalyse in Bearbeitung. Hier wird eine räumlich aufgelöste Übersicht zum Energiebedarf der privaten, öffentlichen und gewerblichen Gebäude erarbeitet. Aktuell werden erste Einordnungen der Gebäudeeffizienz durch Daten von Schornsteinfegern überprüft und ggf. aktualisiert.
Zur Akteurseinbindung wurden drei Elemente angesprochen: Zunächst ist primär eine enge Zusammenarbeit mit der internen Projektgruppe (Fachabteilungen der Verwaltung, Bürgermeister, Klimaschutzmanager) vorgesehen. Weiterhin soll im UKBV eine laufende Information zum Projektstand bzw. Zwischenergebnissen erfolgen. Bürgerinnen und Bürger können sich außerdem über die Website der Gemeinde informieren (Bereich Bauen und Umwelt/Kommunale Wärmeplanung).
Grundsätzlich sei die Einbeziehung von Akteuren im Zuge der Erarbeitung eines Zielszenarios und Umsetzungsstrategie sehr wichtig, um Wirtschaftlichkeit und Sozialverträglichkeit von vorgeschlagenen Lösungen zu berücksichtigen. Ein genaueres Konzept zur Akteursbeteiligung steht momentan jedoch noch aus.
Der Zeitplan sieht vor, dass der Wärmeplan zum Ende des Jahres vorliegt. Es ist also wünschenswert, dass möglichst bald ein konkretes Beteiligungskonzept mit einer Analyse der lokal relevanten Akteure vorliegt. Nur wenn Akteursbeteiligung keine Einbahnstraße ist, sondern die Menschen gehört werden und sich einbringen können, besteht eine Chance auf eine erfolgreiche Umsetzung des Wärmeplans.
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