Die Gemeindevertretung hat am 27. Februar 2026 das Klimaschutzbudget erhöht. Das Foto wurde vor der Sitzung aufgenommen. Von links nach rechts: Astrid Kaufmann, Monika Kammer, Ina Renz, Kerstin Schuchmann, Daniela Dalpke, Ulla Bernhard, Jutta Quaiser
Auf Antrag von Bündnis 90/Die Grünen werden zusätzlich 50.000 Euro für Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen bereitgestellt.
Der Änderungsantrag wurde mit breiter Mehrheit angenommen:
12 Stimmen SPD, 6 Grüne und 3 IGEL stimmten dafür.
5 CDU und 3 WiR stimmten dagegen.
Grüne wollen Klimaschutz im Haushalt sichtbar und verbindlich machen
Ausgangspunkt war die Haushaltsberatung im Haupt- und Finanzausschuss. Erst auf Nachfrage der Grünen wurde deutlich, dass für die Umsetzung des Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzepts lediglich 30.000 Euro vorgesehen waren.
„Wir haben im Kommunalen Klimateam über 80 Maßnahmen gelistet – von Hitzeschutz über Entsiegelung bis Energieeffizienz. 30.000 Euro stehen dazu in keinem Verhältnis“, erklärte Daniela Dalpke in ihrer Haushaltsrede.
„Klimaanpassung ist keine Ideologie, sondern Daseinsvorsorge“, betonte Dalpke. Je früher Maßnahmen umgesetzt würden, desto geringer seien die Folgekosten für die Gemeinde.
Die Grünen kritisierten zudem, dass die Mittel im Haushaltsentwurf nicht klar als eigenständiger Posten erkennbar gewesen seien. Transparenz im Haushalt sei entscheidend, um politische Prioritäten sichtbar zu machen.
„Was im Haushalt nicht klar benannt ist, gerät politisch ins Hintertreffen“, so Dalpke.
Maßnahmen sollen priorisiert werden
Neben der Aufstockung um 50.000 Euro fordern die Grünen eine priorisierte Maßnahmenliste mit Kosten- und Zeitplanung, die im zuständigen Gremium beraten wird. Ziel sei eine verbindliche und nachvollziehbare Umsetzung des bestehenden Klimakonzepts.
Klimafolgekosten im Blick
In ihrer Rede verwiesen die Grünen zudem auf die finanziellen Risiken der Klimafolgen. Neben steigenden Zinsen und Tilgungen aus Investitionen müssten auch die langfristigen Kosten von Hitzeperioden, Starkregen und Infrastrukturschäden berücksichtigt werden.
Mit der nun beschlossenen Budgeterhöhung stehen für 2026 insgesamt 80.000 Euro für Klimaschutzmaßnahmen zur Verfügung.
Bündnis 90 / Die GRÜNEN Roßdorf / Gundernhausen
Den kompletten Redetext von Daniela Dalpke finden Sie hier:
Haushaltsrede Bündnis 90/Die Grünen – Gemeindevertretung 2026

Verwandte Artikel
Kerb in Gundernhausen – bestes Wetter, beste Stimmung
Beim Kerbumzug sind wir alle gemeinsam dabei. Von den GRÜNEN Astrid Kaufmann und Kerstin Schuchmann hier, Erik Slabon unpolitisch bei einer anderen Gruppe. Wie jedes Jahr am ersten Wochenende im…
Weiterlesen »
Roßdorfs Zentrum soll lebendiger werden
Erfreulich viele Roßdörfer:innen beteiligten sich vergangene Woche an der Informationsveranstaltung der Gemeinde zum Städtebauförderprogramm ‚Lebendige Zentren‘ in der alten Turnhalle. Auch einige der GRÜNEN waren dabei Die Bewilligung des Landes…
Weiterlesen »
Mut zur Lücke – Mehr Frauen ins Ehrenamt
Die GRÜNEN in Gemeindevertretung und Gemeindevorstand (GVO) 2026: Astrid Kaufmann, Ulla Bernhard, Michael Meisterburg, Ina Renz, Peter Pokinskyj, Jutta Quaiser (GVO), Kerstin Schuchmann, Daniela Dalpke, Rolf Klatta (GVO), Erik Slabon….
Weiterlesen »