Wichtige Informationen müssen alle erreichen

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 Die GRÜNEN schlagen in einem Antrag vor, wichtige Informationen Allen, die in der Gemeinde leben, öffentlich zugänglich zu machen und dies immer auf dem aktuellen Stand zu halten. Wir wollen, dass die Gemeinde überlegt, wie wichtige Informationen verständlich, hilfreich und möglichst unkompliziert bei den Menschen ankommen können.

Mitten in Roßdorf steht eine große Werbetafel, die das ganze Jahr über auf unser Ortskernfest aufmerksam macht. Das ist schön, denn schließlich soll niemand dieses Fest verpassen. Aber wie sieht es mit anderen wichtigen Informationen aus? Wenn beispielsweise unser Trinkwasser knapp wird, die Waldbrandgefahr steigt oder sich die Afrikanische Schweinepest ausbreitet und Hundehalter gebeten werden, ihre Hunde an die Leine zu nehmen?

Aktuell werden solche Informationen im Roßdörfer Anzeiger, der Homepage der Gemeinde und zunehmend auch über Social Media geteilt.

Doch wie viele Menschen bekommen solche Hinweise tatsächlich mit? Und woher wissen die Menschen, dass einmal geteilte Informationen noch aktuell sind?

Der Roßdörfer Anzeiger kostet Geld. Nicht jeder nutzt Social Media, und dort entscheiden Algorithmen mit darüber, welche Nachrichten angezeigt werden. Auf der Homepage der Gemeinde muss man selbst aktiv nach wichtigen Hinweisen suchen.

Die Menschen in unserer Gemeinde sind unterschiedlich. Und genauso unterschiedlich sind ihre Gewohnheiten, sich zu informieren. Manche lesen regelmäßig den Roßdörfer Anzeiger, andere nutzen Social Media oder die Homepage der Gemeinde. Wieder andere erreichen wir über diese Wege kaum.

Den einen Informationsweg, der alle Menschen erreicht, gibt es nicht. Deshalb ist es wichtig, verschiedene Möglichkeiten anzubieten, die sich gegenseitig ergänzen.

Wir möchten nicht einfach noch mehr Informationen verbreiten. Gerade in einer Zeit, in der wir täglich mit vielen Nachrichten und Krisen konfrontiert werden, möchten wir niemanden mit zusätzlichen Warnungen überfordern.

Vielleicht wäre ein freiwilliger E-Mail-Newsletter eine gute Lösung. Vielleicht könnten wiederverwendbare Hinweistafeln helfen. Vielleicht wäre aber auch ein gut sichtbarer Bereich auf der Homepage sinnvoll, beispielsweise unter der Überschrift „Sie sind gefragt!“, in dem aktuelle Hinweise und konkrete Handlungsmöglichkeiten zusammengefasst werden.

Wir wissen nicht, welche Lösung die beste ist. Genau deshalb möchten wir, dass die Gemeinde die Möglichkeiten prüft.

Unser Antrag ist bewusst offen formuliert. Er legt keine bestimmte Maßnahme fest und fordert auch keine sofortigen Ausgaben. Es geht darum, verschiedene Möglichkeiten zu betrachten, ihren Nutzen und Aufwand abzuwägen und daraus ein sinnvolles Konzept zu entwickeln.

Am Freitag wird die Gemeindevertretung darüber entscheiden.

Für uns bleibt die Frage: Reicht es aus, Informationen zu veröffentlichen, oder sollten wir uns auch Gedanken darüber machen, wie sie die Menschen tatsächlich erreichen?

Gute Bürgerinformation bedeutet nicht, möglichst viel zu veröffentlichen, sondern das Wichtige so zu vermitteln, dass es ankommt.

 Für die GRÜNEN: Daniela Dalpke und Redaktion

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