GRÜNE Anfrage zur Zukunft des alten Schulhauses in Gundernhausen wurde beantwortet
Seit 2016 gehört das Eckgrundstück an Rathausstraße / Nordhäuserstraße gegenüber der Kirche in Gundernhausen der Gemeinde. In der Gemeindevertretung begründete Bürgermeisterin Sprößler völlig zu Recht diesen Kauf mit dem unschätzbaren städtebaulichen Wert des im Ort nur „Breitwieserhaus“ genannten 1822 gebauten ehemaligen Schulhauses, das auf den Fundamenten der Vorgängerschule steht.
Sie dankte den Vorbesitzern ausdrücklich für den außerordentlich niedrigen Preis (160.000€ mit allen Nebenkosten) und sah darin einen Auftrag, daraus etwas für die Gemeinde zu machen.
Seitdem ist viel Zeit vergangen.
Als die angrenzenden Straßen grundhaft erneuert wurden, erreichten engagierte Bürgerinnen und Bürgern vor allem aus dem Forum Gundernhausen, dass die Straße so verschwenkt wurde, dass die markante Außentreppe erhalten bleiben konnte.
Im September 2026 fragten die GRÜNEN nach, wie das immer noch leerstehende Haus besser genutzt werden könnte. Die Antwort liegt jetzt öffentlich vor.
Die Verwaltung „sieht die Liegenschaft auf der Abgangsliste und würde sich von dem Objekt trennen, wenn ein Käufer gefunden werden würde“
Das heißt, die Verwaltung will sich tatsächlich von einem Objekt trennen, das 2016 gekauft wurde, weil es “Zur städtebaulichen Entwicklung für die Gemeinde Roßdorf von großem Interesse“ sei. Die Bürgermeisterin ergänzte damals: „Es ist ein Objekt mit höchstem Entwicklungspotential an wichtigster Stelle“.
Diese Kehrtwende kann man auch als Missachtung des kulturellen Erbes der Gemeinde sehen. Sie steht im Widerspruch zur öffentlichen Ankündigung des Bürgermeisters eines „Entwicklungskonzeptes für Gundernhausen“.
Im Jahr kostet der Unterhalt nur wenige Euro, wohl für die Versicherung. Wasser und Strom sind komplett abgeklemmt.
Vorschläge zur Nutzung liegen der Verwaltung vor. Sie schreibt: „Vereinzelt gab und gibt es Vorschläge aus Gundernhausen, dass „Breitwieserhaus“ zu sanieren und z.B. als Museum oder als Treffpunkt zu nutzen. Weitergehende Untersuchungen, konkretere Vorschläge oder gezielte Debatten dazu hat es jedoch bisher nicht gegeben.“
Aber: Einige auch der Gemeinde bekannte Ideen für die Verwendung des denkmalgeschützten Anwesens kosten die Gemeinde keinen Cent.
Dann ist es wohl Zeit, diese Diskussion neu zu führen. Entscheiden wird die Gemeindevertretung.
Wir sind sicher, dass es viele tragfähige Ideen aus der Bevölkerung gibt, wie man an dieser Stelle ohne große Kosten Altes und Neues sinnvoll verbinden kann.
Für die GRÜNEN: Frieder Kaufmann und Redaktion

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