In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 20. Januar 2026 im Rathaus der Gemeinde Roßdorf haben wir uns sehr intensiv mit dem Haushaltsplan 2026 beschäftigt. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf dem Stellenplan, der Entwicklung der Personalkosten sowie der hohen Überstundenbelastung innerhalb der Verwaltung.
Zunächst möchten wir den Mitarbeitenden der Verwaltung ausdrücklich danken. Die zusammengetragenen Unterlagen waren umfangreich und haben wesentlich dazu beigetragen, die Zahlen und Zusammenhänge besser nachvollziehen zu können. Die sorgfältige Aufbereitung und die Beantwortung zahlreicher Detailfragen haben eine fundierte und sachliche Beratung ermöglicht.
Gleichzeitig wurde deutlich, dass weiterhin Klärungsbedarf besteht. Auf unsere Frage, welche Alternativen zur Schaffung zusätzlicher Stellen – etwa durch Prozessoptimierung, Digitalisierung oder interkommunale Zusammenarbeit – konkret geprüft wurden, wurde zwar bestätigt, dass solche Überlegungen stattfinden. Konkrete Ergebnisse, Prioritäten oder nachvollziehbare Bewertungen dieser Prüfungen wurden jedoch nicht benannt. Aus unserer Sicht ist dies ein Bereich, in dem künftig mehr Transparenz notwendig ist, um politische Entscheidungen besser abwägen zu können.
Die vorgelegten Zahlen zu Überstunden und Krankheitstagen zeigen zudem eine hohe Belastung der Beschäftigten. Neben der Frage der Personalausstattung halten wir es für wichtig, auch die Organisation von Arbeitsabläufen, Prioritätensetzung und Steuerung innerhalb der Verwaltung kritisch zu betrachten. Hier sehen wir weiteres Potenzial, Belastungen frühzeitiger zu erkennen und wirksam gegenzusteuern.
Unser Fazit: Die Sitzung war insgesamt konstruktiv und hat zu mehr Transparenz beigetragen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Diskussion über zusätzliche Stellen nicht bei der Entlastung der Verwaltung stehen bleiben darf. Für die Gemeindevertretung ist entscheidend, welchen konkreten Nutzen die Bürgerinnen und Bürger von den zusätzlichen Stellen haben – etwa in Form kürzerer Bearbeitungszeiten, besserer Erreichbarkeit, verlässlicher Abläufe oder einer höheren Servicequalität.
Diese Wirkung für die Öffentlichkeit wurde bislang nur teilweise nachvollziehbar dargestellt. Für künftige Beratungen halten wir es daher für notwendig, bei neuen Stellen nicht nur die interne Entlastung, sondern auch die spürbaren Verbesserungen für die Bürgerinnen und Bürger klar zu benennen und messbar zu machen. Nur so lassen sich zusätzliche Personalkosten dauerhaft und verantwortungsvoll begründen.
Für die GRÜNEN: Daniela Dalpke und Redaktion

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