Im Regionalplan Südhessen (RPS) sind Vorgaben für die Flächennutzung festgelegt. Er gibt vor, wie und wo sich Südhessen in den Bereichen Wohnen, Verkehr, Umwelt, Wirtschaft und Energie entwickeln darf – verbindlich für alle in der Region. Auch für die Gemeinde Roßdorf gibt der Regionalplan den planerischen Rahmen für die räumliche Entwicklung vor. Roßdorf muss sie bei Entscheidungen beispielsweise zu neuen Wohn- oder Gewerbegebieten berücksichtigen. Aktuell gelten der Regional- und Flächenplan aus dem Jahr 2010.
Das Regierungspräsidium in Darmstadt erarbeitet neue Entwürfe für den RPS und die Beschlussvorlagen für die Regionalversammlung. Die Regionalversammlung Südhessen beschließt über die Aufstellung, Änderung, Ergänzung und Aufhebung des RPS.
„Die Neuaufstellung eines RPS muss auf neue Entwicklungen eingehen. Für uns sind das die Themen Erderwärmung und menschengemachter Klimawandel“, erklärt Lars Keitel, Vorsitzender der Verbandskammer Gruppe GRÜN+. „Wir sind das unserer Region und den folgenden Generationen schuldig, damit sie Lebensbedingungen vorfinden, in denen es sich annähernd so leben lässt, wie wir es lange Zeit gewohnt waren.“
Klimaschutz und Nachhaltigkeit neue Kategorien im RP
Klare GRÜNE Mitwirkung im Aufstellungsprozess: Auf Landesebene wurden die planerischen Vorgaben des Landesentwicklungsplans bis Ende 2023 unter der Leitung des GRÜNEN Wirtschaftsministers Tarek Al-Wazir sowie der GRÜNEN Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid vorangetrieben. Trotz schwarz-rote Mehrheit wurden die meisten grundlegenden Beschlüsse für den vorliegenden Entwurf gemeinsam gefasst, zum Teil sogar gemeinsam beantragt. Das zeigt, wie gut die geleistete Vorarbeit ist. Aus diesem Grund sind die neuen Kategorien Klimaschutz und Nachhaltigkeit im RPS aufgenommen. 46.751 ha Südhessens sind als Vorranggebiet für besondere Klimafunktion ausgewiesen, genug Spielraum für ausreichend Entwicklungsflächen für Siedlungs- und Gewerbegebiete. Das wird dem Wohnbau gerecht und bildet ab, was die Bauwirtschaft leisten kann.
Die GRÜNEN verbinden mit ihrer Zustimmung zur Offenlage den Apell, dass auch der Freiraumschutz für Artenreichtum, Biodiversität, Bodenschutz und der Schutz des Grundwassers berücksichtigt wird. Dies dient dem Gesundheitsschutz, dem Artenreichtum und der Nutzung landwirtschaftlicher Flächen.
Nun ist ein wichtiger Meilenstein für den zukünftigen RPS /Regionalen Flächennutzungsplan erreicht: mit einer breiten Mehrheit wird der Plan zur Offenlage auch von den GRÜNEN beschlossen. Die erste Offenlage des RPS wird vom 29.09.2025 bis zum 28.11.2025 erfolgen. Einwendungen sowie Stellungnahmen können bis zum 15.12.2025 abgegeben werden. Die Beteiligung erfolgt erstmals online über das landesweite Beteiligungsportal, zudem wird der Entwurf in den Verwaltungen der kreisfreien Städte und Landkreise, beim Regierungspräsidium Darmstadt und beim Regionalverband FrankfurtRheinMain öffentlich ausgelegt.
Auch Roßdörfer Bürgerinnen und Bürger können sich mit dem RPS befassen und ihre Anregungen für die künftige Entwicklung der Region Südhessen einbringen. Wir werden Sie über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden halten, denn der RPS zeigt, wie die Flächen in Roßdorf in Zukunft genutzt werden dürfen – zum Beispiel für neue Wohnungen, Firmen, Verkehr aber auch zum Schutz der Natur.
Jutta Quaiser und das Redaktionsteam

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