In der zweiten Sitzung der Gemeindevertretung am Freitag, 25.06.2021 wurde unser Antrag zur Bepflanzung des Kreisels am Münkel einstimmig angenommen. Der Gemeindevorstand ist somit beauftragt, ein Konzept zur dauerhaften insektenfreundlichen Bepflanzung der Kreisverkehrsinsel am Münkel mit heimischen Stauden und Wildblumen zu erarbeiten und vor der Umsetzung der Gemeindevertretung zur Beschlussfassung vorzulegen.
Hier ist Platz für einheimische Blühpflanzen, die Wildbienen wie zum Beispiel Hummeln Nachrung anbieten. Wildbienen fliegen auch bei kalter Witterung und bestäuben Pflanzen.
Am Montag vor der Sitzung der Gemeindevertretung wurde der Antrag der GRÜNEN im Ausschuss für Umwelt, Klima, Bau- und Verkehrswesen (UKBV) durch Ina Renz vorgestellt, wo nur GRÜNE und CDU für den Antrag stimmten, WiR dagegen und die SPD sich enthielt. Harald Hanstein von der CDU meldete dort Zweifel am geringen Pflegeaufwand der beantragten Bepflanzung an und hinterfragte die Notwendigkeit des Antrags – er hätte der Gemeindeverwaltung zugetraut, den Kreisel auch ohne Beaufsichtigung durch die Gemeindevertretung angemessen zu begrünen.
Diesbezüglich sind wir weniger optimistisch – gerade am Baugebiet Münkel ist klar geworden: Vorsicht ist besser als Nachsicht!
Von der SPD kam der Hinweis, dass dort intern angedacht gewesen sei, den Kreisel dem Thema Europa zu widmen und “das passt doch überhaupt nicht zusammen!”
Dienstags begründete die Stellvertretende Fraktionsvorsitzende Daniela Dalpke den Antrag im Haupt- und Finanzausschuss (HFA) und stellte noch einmal ausdrücklich klar: Eine insektenfreundliche Bepflanzung schließt ein “Europamotto” keineswegs aus, woraufhin hier GRÜNE, CDU und SPD für den Antrag stimmten.
Letzten Endes konnten in der Gemeindevertretungssitzung am Freitag, 25.06. alle Fraktionen dem Antrag zustimmen, da das Pflanzkonzept vor der Umsetzung nochmals der Gemeindevertretung vorgelegt werden soll.
In der Gemeindevertretungssitzung stellten CDU und WiR nochmals in Frage, ob ein Kreisel das bestmögliche Insektenhabitat sei und Harald Hanstein von der CDU wies in einem erfrischend launischen Redebeitrag darauf hin, dass im Gemeindegebiet mittlerweile bereits rund 50000 m² Blühstreifen existieren. (Das ist etwas mehr als ein halbes Prozent der Landwirtschaftsfläche.)
Erik Slabon von den GRÜNEN bedankte sich in seiner Gegenrede ausdrücklich bei den Landwirten für das Anlegen der Blühstreifen und gab zu, dass es in der Tat im Gemeindegebiet noch viele Flächen gäbe, die sich für eine insektenfreundliche Bepflanzung eignen. Es lud alle Fraktionen ein, solche Flächen zu identifizieren und entsprechende Anträge zu stellen – die Zustimmung der GRÜNEN sei gewiss.
Uns ist vollkommen klar: Mit einem Kreisel retten wir nicht die Welt. Aber erstens ist der Kreisel ein Aushängeschild unserer Gemeinde. In der Gestaltung sollte also unser Status als Klimakommune deutlich werden. Und zweitens inspirieren ansprechende, pflegeleichte gemeindeeigene Flächen auch die Bürger:innen bei der Gestaltung ihrer eigenen Grundstücke.
Übrigens: Die Sitzungen der o.g. Ausschüsse und der Gemeindevertretung finden öffentlich statt. Diese Veranstaltungen sind eine gute Gelegenheit, die gewählten Gemeindevertreter:innen in Aktion zu erleben.
Auch unsere Fraktionssitzungen sind grundsätzlich offen für Besucher:innen. Ansonsten kontaktieren Sie uns gern mit Vorschlägen, Fragen, Kritik unter .
Für die Grünen: Markus Klingenberger mit dem Redaktionsteam

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