Erneuerbare Energien sind für unsere Gemeinde längst mehr als ein technisches Zukunftsthema.
Vor kurzem hat die Gemeinde mit Entscheidungen zur Sanierung von Dächern der Rehberghalle und des Bauhofs sowie der Umstellung der Energieversorgung in der Kläranlage festgelegt wie wir in den kommenden Jahrzehnten leben und wirtschaften wollen. Der Übergang zu sauberer Energie ist dabei nicht nur ein ökologisches Projekt, sondern auch ein soziales und wirtschaftliches. Gemeinden, die früh investieren, gewinnen an Unabhängigkeit, sparen langfristig Kosten und stärken den lokalen Zusammenhalt.
Insbesondere die Photovoltaik ist eine der tragenden Säulen der Energiewende. Auch bei uns wächst die Zahl der privaten und gemeinschaftlichen Solaranlagen. Dächer von Wohnhäusern, Gewerbebauten und öffentlichen Einrichtungen bieten ein enormes Potenzial, das bisher nur teilweise genutzt wird. Es ist beschämend, dass das Wirtschaftsministerium mit großer Energie daran arbeitet diesen Ast der Bürgerbeteiligung an der Energiewende abzusägen.
Besonders spannend sind Modelle wie Bürgerenergiegenossenschaften, bei denen Einwohner gemeinsam investieren und direkt von den Erträgen profitieren. Sie schaffen Transparenz, Teilhabe und ein Gefühl gemeinsamer Verantwortung.
Neben der Solarenergie spielt die Windkraft eine wichtige Rolle. Moderne Anlagen arbeiten leise, effizient und liefern stabile Erträge. Für Gemeinden bedeutet das planbare Einnahmen, die in Infrastruktur, Bildung oder soziale Projekte fließen können. Auch die 75.000€ jährlichen Einnahmen aus den „alten“ Windrädern sind in 20 Jahren 1,5 Millionen Euro, kein Larifari.
In Roßdorf hat die Windkraft große Akzeptanz, weil Bürger frühzeitig eingebunden wurden. Das soll auch bei den von der Gemeindevertretung gewünschten geplanten weiteren Windkraftwerke genau so bleiben. Offene Informationsveranstaltungen, Beteiligungsmodelle und klare ökologische Standards sind Voraussetzungen, um Vertrauen zu schaffen.
Auch die energetische Sanierung von Gebäuden bleibt ein zentraler Hebel. Jede gedämmte Fassade, jedes moderne Heizsystem und jedes energieeffiziente Fenster senkt den Verbrauch und entlastet Haushalte dauerhaft. Förderprogramme und Beratungsangebote helfen dabei, Hürden abzubauen und Investitionen planbar zu machen.
Der Bereich Verkehr ist ein besonders großes Thema beim Klimawandel. Auch wenn die Handlungsmöglichkeiten der Kommune begrenzt sind, gehen wir Themen wie Schnellladenetze für PKW/ E LKW und elektrisch betriebenen ÖPNV mit Straßenbahn und Bussen an.
Die Energiewende in unserer Gemeinde ist damit ein Gemeinschaftsprojekt. Sie gelingt, wenn Politik, Wirtschaft und Bürger zusammenarbeiten, wenn Entscheidungen transparent getroffen werden und wenn alle die Chance haben, sich einzubringen. Erneuerbare Energien sind nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz, sondern ein Motor für regionale Entwicklung, Innovation und Lebensqualität. Indem wir heute mutig handeln, schaffen wir eine lebenswerte, sichere und nachhaltige Zukunft für kommende Generationen.
Für die GRÜNEN: Michael Meisterburg

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