Foto: Die GRÜNEN und Familie beim Abschluss am Bauhof. Die dazugehörigen Männer haben natürlich ebenfalls gesammelt.
Die Ehrenamtlichen von Clean-up Roßdorf sammeln immer am ersten Sonntag des Monats den Wildmüll bei uns auf:
Kippen, weggeworfene Flaschen, Autoreifen und alles was Menschen sonst so einfach wegwerfen. Bei einer früheren Sammlung habe ich mal ein komplettes Bettgestell inklusive Reste der Daunenbettdecken im Gebüsch gefunden… Bei der Gemeinde kommen so inzwischen beträchtliche Mengen zusammen, laut dem letzten Artikel der Gemeinde pro Monat mindestens ein ganzer Container.
Letztes Wochenende gab es dafür eine kleine Anerkennung.
Nach dem Abschluss des Sammelns trafen sich alle beim Bauhof zum schönen Beisammensein, mit warmer Suppe und Würstchen. Ganz herzlichen Dank dafür!
Ich war mit meiner Familie in Gundernhausen rund um die Kirche und entlang der Hauptstraße unterwegs, deutlich erkennbar mit Warnwesten ausgestattet. Wir haben sehr nette Dankesworte bekommen, und sogar süße Teilchen zur Stärkung. Das war toll.
Positiv ist mir aufgefallen, dass an den Bushaltestellen viel weniger Kippen rumfliegen als früher. Die Gemeinde macht inzwischen die Reinigung selbst (statt Fremdvergabe), das merkt man deutlich.
Aber ich muss klar sagen: Selbst in unserem Dorf ist das gefährlich. Gefährlich viele Autofahrer haben kein Gefühl für Abstand, und fahren extrem eng an einem vorbei. Interessanterweise nicht, wenn man einen Gegenstand wie einen Müllgreifer sichtbar Richtung Straße trägt.
Die Angst vor Kratzern im Lack scheint größer als die Gefahr von Personenschäden…
Wer erinnert sich noch an die „Aktion Saubere Landschaft“, wie sie früher durchgeführt wurde? In meiner Jugend beteiligten sich da alle möglichen Vereine, Jugendfeuerwehr etc. Das Gerätehaus der Feuerwehr Roßdorf war zum Abschluss immer voller Leute. Die Anregung, das so wieder aufleben zu lassen haben wir jedenfalls den netten Gemeindemitarbeiterinnen gegeben.
Denn je mehr Menschen merken, wie viel Müll so aus den Autofenstern fliegt und illegal entsorgt wird, desto eher machen sie es nicht selbst.
Und so schön zwei Stunden an der frischen Luft bei schönstem Wetter sind: Ich würde sie eigentlich lieber ohne Warnweste und Müllgreifer für einen Spaziergang nutzen.
Für die GRÜNEN: Astrid Kaufmann und das Redaktionsteam

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