Roßdörfer Verkehrswende: es geht schneller als man denkt

Dem Parlament lag ein Grüner Antrag zur Anschaffung von elektrisch betriebenen Kleintransportern, z.B. für den Bauhof vor.

Wir sind hoch erfreut, dass die Verwaltung genau in die gleiche Richtung denkt und sich schon für die Anschaffung eines „Street-Scooters“ von der Post entschieden hat.

Das konnten wir nicht wissen, denn diese Entscheidung hatte das Parlament und den Gemeindevorstand noch nicht erreicht. Aus diesem Grund haben wir natürlich unseren Antrag zurückgezogen, denn er war durch Verwaltungshandeln schon erledigt. Auf den ersten Elektroflitzer für den Bauhof freuen wir uns, und sind sicher, dass weitere folgen werden. Denn das sind ernsthafte Schritte für einen Klimawandel, der ohne den Verkehrssektor gar nicht geht möglich wird/ist.

Aber ein Nachtrag ist noch nötig:Die von uns im Artikel des RAZ zitierten  „renommierten Wissenschaftler“, die eine Erreichung der Klimaziele sogar bis 2020 für möglich halten, sind die Forscher des Fraunhofer Instituts für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (FAZ 16.8.18 – http://www.faz.net/-gpg-9ddo2). Die Vorschläge des überaus renommierten und völlig unabhängigen Instituts sind aber sehr radikal und trotzdem umsetzbar, wenn die Bundespolitik endlich handeln würde.

Der Studie zufolge müssen dafür die ältesten Braunkohle-Blöcke abgeschaltet, Wind- und Solarkraft wie im Koalitionsvertrag vereinbart ausgebaut und Braunkohlekraftwerke, die älter als 20 Jahre sind, in ihrer Leistung leicht gedrosselt werden. So könnten die deutschen CO2-Emissionen bis 2020 wie von der Bundesregierung wiederholt versprochen um 40 Prozent gegenüber 1990 gesenkt werden.

Ein ganz gewichtiger Mosaikstein betrifft auch viele Menschen in Roßdorf: Die Abgasreinigung von ziemlich neuen und bei Normalverbrauchern auch umweltfreundlichen Diesel- Autos, die durch bewusstes Handeln der Autoindustrie aber gesundheitsschädlicher sind, als es heute technisch möglich ist. 1.500,- bis 2.500,- Euro würde eine technische Verbesserung der Auspuffanlagen kosten, mit der auch 4 Jahre junge Diesel-Autos die neusten Abgaswerte beim Umweltschutz und Gesundheitsschutz einhalten könnten. Das hat jetzt sogar der ADAC in einer Langzeitstudie bewiesen (http://www.nordbayern.de/wirtschaft/adac-studie-diesel-uberholt-das-e-auto-in-der-okobilanz-1.7438669).

Was generell fehlt, sind zwei Dinge: Das Gesetz, das die Hersteller zur Übernahme der Kosten zwingt – Die Grünen fordern es schon lange – leider verschließt die Regierung in Berlin davor seit drei Jahren die Augen. Und es fehlt die von den Bundesbehörden zu erteilende Typzulassung der längst entwickelten Einbauteile, mit denen die echten Abgasreduzierungen auch amtlich anerkannt und in den Zulassungspapieren eintragbar wären. Daran scheitert im Moment sogar eine privat finanzierte Umrüstung moderner Autos auf den aktuellen Stand der Technik.

Der Hessische Landtag hat letzte Woche einstimmig einen Bundesratsantrag in diesen beiden Richtungen beschlossen. Wesentlich besser sind da nur die „elektrischen Transporter-Lastesel“, die mit Ökostrom betrieben werden, und die mit Ökostrom oder Muskelkraft betriebenen Fahrräder sowieso. Ihnen gehört die Zukunft.

Für die Grünen: Stefan Eichelhardt

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