Teilnahme am Forschungsprojekt „Vom Plan zur Wende“

Wenn Roßdorf Glück hat, startet 2027 für dieses Gebiet ein hoch interessantes Forschungsprojekt mit hohem Praxisbezug. (Bild: Forschungsprojekt/Gemeindevertretung)

Im Rahmen der Forschungsförderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) werden beim Aufruf „Vom Plan zur Wende“ Projekte gefördert, die dazu beitragen die Wärmewende auf Gemeindeebene voranzutreiben.

Ein Schwerpunkt liegt auf Lösungen für eine zügige und ökonomische Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung in konkreten Quartieren.

Seit diesem Sommer können auch Praxisakteure (z.B. Kommunen) Fördergelder beantragen.

Roßdorf möchte sich mit einem Projekt bewerben, bei dem für das Gewerbegebiet West um die Industriestraße im Ortsteil Roßdorf ggf. bis zum angrenzenden Wohngebiet Richtung Spessartring die Synergien zwischen Wärmeplanung und Klimaanpassung untersucht werden. Dabei sollen Kommunen in Zusammenarbeit mit anderen lokalen Akteuren und Forschungseinrichtungen Umsetzungsprojekte auf Quartiersebene vorbereiten.

Die entsprechende Vorlage des Gemeindevorstands wurde am 18.09.2026 in der Gemeindevertretung einstimmig beschlossen.

Es ist toll, dass das Planungs- und Ingenieurbüro „INFRASTRUKTUR & UMWELT Professor Böhm und Partner“ Kontakt mit dem Klimamanagement der Gemeinde Roßdorf aufgenommen und unsere Gemeinde zur Mitwirkung an dem Vorhaben angefragt hat.

In dem Forschungsverbund aus wissenschaftlichen Partnern und Praxispartnern geht es nicht um ein reines Umsetzungsprojekt, sondern um anwendungsorientierte Forschung. Folglich gibt es einen wissenschaftlichen und praktischen Erkenntnisgewinn.

Das vorgeschlagene Untersuchungsgebiet ist im Wärmeplan als Prüfgebiet für ein potenzielles Nahwärmenetzgebiet ausgezeichnet. Es wurde daher und aufgrund seiner Struktur mit großen Verbrauchern und seines Potenzials für oberflächennahe Geothermie ausgewählt. Das Klimaanpassungskonzept hat aufgezeigt, dass dieses Gebiet ebenfalls ein Gebiet mit einem hohen Hitzebelastungsindex ist.

Wichtig und richtig ist es, dass eine 100%-Förderung einer Personalstelle (inkl. Sach- und Reisekosten) für unsere Gemeinde vorgesehen ist. Denn eine erfolgreiche und für unsere Gemeinde möglichst nutzbringende Umsetzung des Projekts ist mit viel Arbeitsaufwand verbunden. Neben Zuarbeiten für die Verbundpartner und Projekttreffen im Verbund gibt es auch Verpflichtungen zu Mitwirkung und Netzwerktreffen im Rahmen der Begleitforschung aller geförderten Projekte als auch Anforderungen an Wissensverbreitung und Verstetigung.

Da ist es gut, wenn man eine zusätzliche, durch das Projekt geförderte Person hat, die dann als Bindeglied zwischen Fachabteilungen und Verbundpartnern fungiert.

Dies ermöglicht die Bearbeitung der Themen in einer Tiefe und Komplexität, die ansonsten nicht leistbar wäre.

Konkret möchte die Gemeinde in dem Projekt Umsetzungsmaßnahmen konkretisieren und erste Schritte der Umsetzung vorbereiten. Dies umfasst die Bereiche Beteiligung und Kommunikation, Organisation von Daten und Erprobung von Datenwerkzeugen sowie die Finanzierung von Baumaßnahmen.

Die Grüne Fraktion bedankt sich bei unserem Klimamanager für die Antworten rund um den beratenden Ausschuss UKBV und wünscht viel Erfolg für das Vorhaben.

Wir hoffen, dass wir eine Förderzusage erhalten und das Projekt in einem Jahr starten dürfen.

 Für die GRÜNEN: Dr. Ina Renz und Redaktion

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