Ecken und Kanten für Fußgänger

Für Fußgänger, besonders wenn sie mit Kinderwagen unterwegs sind, ist nicht nur die Gehwegbreite wichtig, sondern vor allem die Frage: Wie komme ich sicher über die Kreuzung? Man braucht freie Sicht in alle angrenzenden Straßen. Und wer einen Kinderwagen oder einen Rollator vor sich her schiebt, kann noch weniger um die Ecke sehen, wenn kein Platz ist.

Beim jetzt anstehenden Neuausbau der Durchgangsstra0e „K128“, also Rathausstraße / ein Stück Nordhäuserstraße / Bruchwiesenstraße wäre das ganz leicht heilbar.

Breitere Gehwege, Pflanzinseln mit höheren Bordsteinkanten würden den Fußgängern mehr Sicht und bessere Querungshilfe bringen.

Die Gelenkbusse sind dabei kein Problem. Die kommen beinahe überall durch. Die extrem enge Wendehaltestelle am Stetteritz beweist, dass Busse auch mit engen Kurven zurechtkommen können.

An der „Krone“ ist es sehr unübersichtlich

 „Über diese Kreuzung komme ich nur nach Gehör“ schildert eine Mutter ihre Erfahrung mit der Kreuzung an der „Krone“ in Gundernhausen.

Kein Wunder. Die Autos haben an dieser Ecke der Nordhäuserstraße knapp 8 Meter Platz, die Fußgänger nur 80 Zentimeter. Sie sehen nichts, laufen also „nach Gehör“. Das hat uns auch eine Passantin bestätigt, der es zunehmend schwerer fällt, im Sturmschritt die Straße zu überqueren, wenn gerade mal kein Auto zu kommen scheint.

Die sehr konstruktive Kritik der Grünen setzt hier an.

Uns geht es um vier neuralgische Ecken im Verlauf dieser Baumaßnahme, bei denen eine viel sicherere Querung für Fußgänger erreicht werden könnte: Die Ecke an der Bäckerei Hofmann, die Ecke Rathausstraße gegenüber der Kirche, die oben genannte Ecke an der Krone. Dazu haben wir viele Vorschläge.

Und:

Die Kreuzung an Friedhofstraße /Bruchwiesenstraße /Goethestraße ist ein ganz besonders hakeliger Punkt.

Sie ist Teil des Schulwegs für viele Kinder. Für Autofahrer wurde hier ein Verkehrsspiegel installiert. Das nützt den Kindern gar nichts. Parkende Autos versperren die Sicht. Tempo 30 in Richtung Ortsmitte fängt erst hinter der Kreuzung an, Entsprechend wird hier Gas gegeben oder gebremst. Wenn überhaupt. Gute Ingenieure wissen sicher, wie man so einen Überweg auch kindersicher gestalten kann. „Das geht besser.“

Für die Grünen: Frieder Kaufmann

Verwandte Artikel

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld

2 Kommentare

    • Frieder Kaufmann

      Hallo
      Danke für die Rückmeldung. Gemeint war natürlich, dass die Konstruktion der Gelenkbusse mit ihrem Drehkranz auch enge Knickwinkel erlaubt. Die werden in Roßdorf nirgendwo erreicht. Diese Ausrede für Straßenbauer zählt also nicht. Dass die Busfahrer das dann auch beherrschen sollten, ist klar. Kernaussage bleibt aber: die Busse selbst können auch enge Kurven fahren. Wenn man weiß wies geht. Mal sehen was die Planer daraus machen.

      Antworten